Einmaleins verstehen statt nur auswendig lernen
Dieser Ratgeber erklärt dir, wie dein Kind das kleine 1x1 wirklich verinnerlicht. Mit bewährten Tipps, Eselsbrücken und der Eltern-Perspektive. Wenn dein Kind das Einmaleins interaktiv üben möchte: Cleverano kostenlos testen
Warum ist das Einmaleins so wichtig?
Das kleine Einmaleins ist weit mehr als eine Tabelle mit 100 Ergebnissen, die dein Kind auswendig lernen soll. Es ist das Fundament für fast alles, was in Mathe danach kommt. Division, Sachaufgaben, schriftliche Multiplikation, Bruchrechnung, Geometrie: Überall braucht dein Kind das Einmaleins.
Stell dir vor, dein Kind rechnet in Klasse 4 eine schriftliche Multiplikation. Bei jedem einzelnen Rechenschritt muss es eine Malaufgabe aus dem kleinen Einmaleins lösen. Wenn es dafür jedes Mal überlegen muss, wird die eigentliche Aufgabe anstrengend und fehleranfällig. Wenn die Malreihen dagegen abrufbar sind, kann sich dein Kind auf das neue Verfahren konzentrieren.
Das Gleiche gilt beim Teilen. 56 geteilt durch 7 ist nur dann schnell lösbar, wenn dein Kind weiß, dass 7 mal 8 gleich 56 ist. Wer das Einmaleins sicher beherrscht, hat also nicht nur in Klasse 2 und 3 einen Vorteil, sondern profitiert davon die gesamte Schulzeit.
Dazu kommt: Das Einmaleins stärkt das Zahlengefühl. Kinder, die die Malreihen kennen, entwickeln ein besseres Gespür dafür, ob ein Ergebnis „ungefähr richtig" oder „völlig daneben" ist. Dieses Gespür hilft bei Sachaufgaben, beim Schätzen und beim Prüfen eigener Ergebnisse.
Ab wann lernen Kinder das Einmaleins?
Das kleine Einmaleins wird in den meisten Bundesländern ab der zweiten Klasse eingeführt, entsprechend den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK, 2022), die das Einmaleins der Leitidee „Zahlen und Operationen" zuordnen. Dort starten Kinder mit einfachen Malaufgaben: 2er Reihe, 5er Reihe, 10er Reihe. In der dritten Klasse wird das Einmaleins dann vertieft und gefestigt. Alle Reihen von 1 bis 10 kommen dran.
Das Ziel: Bis Ende Klasse 3 sollte dein Kind alle Reihen sicher und flüssig beherrschen. „Sicher" bedeutet nicht, dass es die Antwort in Sekundenbruchteilen ausspuckt. Es bedeutet, dass es die Antwort zuverlässig findet, ohne lange nachzudenken oder an den Fingern abzuzählen.
Wenn dein Kind in Klasse 2 gerade mit dem Rechnen bis 100 beschäftigt ist, kann es die ersten Malreihen schon nebenbei kennenlernen. Die 2er Reihe ist nichts anderes als Verdoppeln, und das können viele Kinder schon vor der Schule.
Wichtig: Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Manche Kinder können die Reihen nach ein paar Wochen, andere brauchen Monate. Beides ist normal. Entscheidend ist nicht die Geschwindigkeit, sondern die Sicherheit.
Die richtige Reihenfolge: Welche Reihen zuerst?
Der häufigste Fehler beim Einmaleins-Üben: alle Reihen gleichzeitig durcheinander. Das überfordert fast jedes Kind. Viel besser ist es, mit den leichten Reihen anzufangen und sich dann Schritt für Schritt vorzuarbeiten.
Die einfachsten Reihen zuerst:
Die 1er Reihe ist trivial: 1 mal jede Zahl ergibt diese Zahl. 1 mal 7 ist 7. Trotzdem lohnt es sich, sie kurz durchzugehen, weil dein Kind so das Prinzip der Malreihen versteht.
Die 2er Reihe ist Verdoppeln. 2 mal 3 bedeutet: 3 plus 3. 2 mal 8 bedeutet: 8 plus 8. Die meisten Kinder können verdoppeln, bevor sie das Wort „Multiplikation" kennen.
Die 10er Reihe hängt einfach eine Null an. 10 mal 4 ist 40. 10 mal 7 ist 70. Simpel, schnell gelernt, großer Effekt.
Die 5er Reihe hat ein schönes Muster: Die Ergebnisse enden immer auf 0 oder 5. Bei geraden Zahlen auf 0 (5 mal 4 = 20), bei ungeraden auf 5 (5 mal 3 = 15). Dieses Muster macht die 5er Reihe leicht überprüfbar.
Dann die mittelschweren Reihen:
Die 3er und 4er Reihe folgen als nächstes. Die 4er Reihe lässt sich vom Verdoppeln ableiten: 4 mal 6 ist doppelt so viel wie 2 mal 6, also 2 mal 12, also 24. Wer die 2er Reihe kann, hat die 4er fast geschenkt.
Die 9er Reihe hat einen berühmten Trick (dazu gleich mehr) und fällt vielen Kindern leichter als erwartet.
Am Ende die harten Brocken:
Die 6er, 7er und 8er Reihe sind für die meisten Kinder die schwierigsten. Hier gibt es weniger offensichtliche Muster und die Ergebnisse sind größer. Aber: Wenn dein Kind alle vorherigen Reihen sicher kann, bleiben durch die Tauschaufgaben nur noch wenige wirklich neue Aufgaben übrig.
Tauschaufgaben: Der wichtigste Trick überhaupt
Wenn es einen einzigen Tipp gibt, der das Einmaleins-Lernen am meisten erleichtert, dann ist es dieser: Tauschaufgaben nutzen.
3 mal 7 ergibt genau dasselbe wie 7 mal 3. Beide ergeben 21. In der Fachsprache heißt das Kommutativgesetz, aber dein Kind muss nur wissen: Die Aufgabe lässt sich umdrehen. Wer 3 mal 7 kennt, kennt automatisch auch 7 mal 3.
Warum ist das so mächtig? Weil es die Anzahl der Aufgaben, die wirklich gelernt werden müssen, fast halbiert. Das gesamte kleine Einmaleins besteht aus 100 Aufgaben (von 1 mal 1 bis 10 mal 10). Durch Tauschaufgaben fallen rund 45 davon weg, weil sie Doppelungen sind. Und die Aufgaben mit 1 und 10 sind so einfach, dass sie kaum Lernaufwand erfordern. Am Ende bleiben nur ungefähr 15 bis 20 Aufgaben, die dein Kind wirklich neu lernen muss. Das klingt doch machbar, oder?
Wenn dein Kind die 3er Reihe lernt und dabei auf 3 mal 7 stößt, erinnere es daran: „Die Aufgabe 7 mal 3 brauchst du nicht extra lernen. Die kennst du schon." Dieses Bewusstsein nimmt dem Einmaleins seinen Schrecken.
Kernaufgaben und Quadratzahlen: Anker im Kopf
Neben den Tauschaufgaben gibt es eine zweite Strategie, die das Lernen enorm erleichtert: Kernaufgaben als Anker nutzen.
Quadratzahlen sind Aufgaben, bei denen beide Faktoren gleich sind: 2 mal 2 = 4, 3 mal 3 = 9, 4 mal 4 = 16, 5 mal 5 = 25, 6 mal 6 = 36, 7 mal 7 = 49, 8 mal 8 = 64, 9 mal 9 = 81. Diese zehn Ergebnisse lohnt es sich, gezielt auswendig zu lernen. Sie sind Ankerpunkte, von denen aus dein Kind benachbarte Aufgaben ableiten kann.
Wenn dein Kind weiß, dass 7 mal 7 gleich 49 ist, kann es 7 mal 8 davon ableiten: einfach noch eine 7 dazu, also 49 plus 7 = 56. Und 7 mal 6 ist eine 7 weniger: 49 minus 7 = 42. Von einer einzigen Kernaufgabe aus lassen sich so zwei weitere Aufgaben lösen.
Andere Kernaufgaben sind die „mal 5" und „mal 10" Aufgaben. Weil die 5er und 10er Reihe so einfache Muster haben, kann dein Kind sie als Ausgangspunkt nutzen. 6 mal 7 ist schwer? Kein Problem: 6 mal 5 = 30, und dann noch 2 mal 6 = 12 dazu. Zusammen: 30 plus 12 = 42. Das ist das sogenannte Zerlegen in Teilaufgaben, und es zeigt deinem Kind, dass Mathe nicht nur Auswendiglernen ist, sondern auch Denken.
Eselsbrücken und Tricks für schwierige Aufgaben
Manche Aufgaben im Einmaleins sind berüchtigt schwer. Aber für die meisten gibt es Tricks, die helfen.
Der 9er-Trick: Die 9er Reihe hat ein geniales Muster. Rechne einfach „mal 10 minus einmal die Zahl". Also: 9 mal 6 = 10 mal 6 minus 6 = 60 minus 6 = 54. Dieser Trick funktioniert bei jeder Aufgabe der 9er Reihe. 9 mal 8 = 80 minus 8 = 72. 9 mal 4 = 40 minus 4 = 36. Wenn dein Kind diesen Trick verstanden hat, ist die gesamte 9er Reihe kein Problem mehr.
Es gibt noch ein weiteres Muster in der 9er Reihe: Die Quersumme der Ergebnisse ist immer 9. 9 mal 2 = 18, und 1 plus 8 = 9. 9 mal 3 = 27, und 2 plus 7 = 9. 9 mal 7 = 63, und 6 plus 3 = 9. Dein Kind kann damit die eigenen Ergebnisse überprüfen.
Der 5678-Trick: Eine der schwierigsten Aufgaben ist 7 mal 8. Die Eselsbrücke: Die Zahlenfolge 5, 6, 7, 8 ergibt das Ergebnis. 56 = 7 mal 8. Kinder lieben diesen Trick, weil er so einfach ist.
Die 4er Reihe als doppelte 2er Reihe: 4 mal 6 ist nichts anderes als das Doppelte von 2 mal 6. 2 mal 6 = 12, also 4 mal 6 = 24. Wer die 2er Reihe kann, braucht für die 4er Reihe nur noch zu verdoppeln.
Die 8er Reihe als doppelte 4er Reihe: Das gleiche Prinzip eine Stufe weiter. 8 mal 6 = doppelt 4 mal 6 = doppelt 24 = 48. Oder: 8 mal 7 = doppelt 4 mal 7 = doppelt 28 = 56.
Aufgaben an bekannte Zahlen anknüpfen: 6 mal 8 ist schwer? 6 mal 8 = 6 mal 10 minus 6 mal 2 = 60 minus 12 = 48. Oder: 5 mal 8 = 40, plus noch 1 mal 8 = 8, ergibt 48. Es gibt fast immer einen Weg, von einer leichten Aufgabe zu einer schweren zu kommen.
Der Sinn dieser Tricks ist nicht, dass dein Kind sie für immer braucht. Die Tricks sind Brücken. Sie helfen in der Phase, in der die Aufgaben noch nicht automatisiert sind. Irgendwann wird dein Kind 7 mal 8 = 56 einfach wissen, ohne den 5678-Trick im Kopf durchzugehen. Aber bis dahin geben die Tricks Sicherheit.
Die schwierigen Reihen: 6er, 7er, 8er
Wenn Kinder beim Einmaleins ins Stocken geraten, dann fast immer bei den 6er, 7er und 8er Reihen. Das liegt nicht daran, dass diese Reihen besonders kompliziert sind. Es liegt daran, dass die Ergebnisse größer sind und es weniger einprägsame Muster gibt als bei den leichteren Reihen.
Die gute Nachricht: Wenn dein Kind die 1er bis 5er Reihe und die 9er und 10er Reihe sicher kann, dann kennt es durch Tauschaufgaben schon einen Großteil der 6er, 7er und 8er Reihe. 6 mal 3 ist die Tauschaufgabe zu 3 mal 6, und die 3er Reihe kann dein Kind ja schon. 7 mal 5 ist die Tauschaufgabe zu 5 mal 7, und die 5er Reihe sitzt.
Was wirklich übrig bleibt, sind nur ein paar Aufgaben:
- 6 mal 6 = 36 (Quadratzahl)
- 6 mal 7 = 42
- 6 mal 8 = 48
- 7 mal 7 = 49 (Quadratzahl)
- 7 mal 8 = 56
- 8 mal 8 = 64 (Quadratzahl)
Das sind sechs Aufgaben. Sechs. Wenn dein Kind alle anderen Reihen sicher kann, muss es nur noch diese sechs Aufgaben lernen. Natürlich kommen durch Tauschaufgaben noch 8 mal 7, 7 mal 6 und 8 mal 6 dazu, aber die sind ja identisch. Im Grunde sind es also nur diese sechs Ergebnisse: 36, 42, 48, 49, 56, 64.
Das können sich auch Kinder merken, die sich mit dem Einmaleins schwer tun. Wichtig ist, dass du deinem Kind diese Perspektive zeigst: „Du musst nicht 100 Aufgaben lernen. Du kannst schon ganz viele. Es fehlen nur noch ein paar wenige."
Wie oft und wie lange sollte man üben?
Beim Einmaleins gilt eine klare Regel: Lieber kurz und oft als lang und selten. Fünf Minuten täglich bringen mehr als eine Stunde am Wochenende. Das bestätigt die Lernforschung: Bereits Ebbinghaus (1885) beschrieb den sogenannten Spacing-Effekt, wonach verteiltes Üben über mehrere Tage deutlich wirksamer ist als geballtes Lernen in einer Sitzung. Cepeda et al. (2006) bestätigten diesen Effekt in einer umfassenden Metaanalyse im Psychological Bulletin.
Konkret heißt das: Bau das Einmaleins in den Alltag ein. Auf dem Weg zur Schule ein paar Aufgaben abfragen. Beim Abendessen drei Fragen stellen. Im Auto eine Reihe durchgehen. Solche kurzen, beiläufigen Übungsmomente sind Gold wert.
Dabei ist es wichtig, die richtige Balance zu finden. Dein Kind sollte nicht das Gefühl haben, ständig abgefragt zu werden. Mach ein Spiel daraus. „Ich sag dir eine Zahl, und du sagst mir, was 7 mal diese Zahl ist." Oder: „Wer findet schneller die Antwort, du oder ich?" Wenn das Üben Spaß macht, lernt dein Kind von allein mehr.
Wann sitzt das Einmaleins? Wenn dein Kind die meisten Aufgaben innerhalb von 2 bis 3 Sekunden beantworten kann, ohne an den Fingern abzuzählen oder still vor sich hinzumurmeln. Perfekt muss es nicht sein. Aber der Abruf sollte so flüssig sein, dass er bei komplexeren Aufgaben nicht zum Flaschenhals wird.
Gib deinem Kind Zeit. Manche Kinder brauchen Wochen, andere Monate. Es gibt kein „zu langsam". Solange dein Kind regelmäßig übt und Fortschritte macht, ist es auf dem richtigen Weg.
Typische Schwierigkeiten und wie du damit umgehst
Selbst mit den besten Tipps und Tricks gibt es Stolpersteine. Hier sind die häufigsten Schwierigkeiten und wie du als Elternteil damit umgehen kannst.
Dein Kind verwechselt Aufgaben. 7 mal 6 und 6 mal 7 und 8 mal 7 und 7 mal 8 verschwimmen im Kopf. Das ist normal, besonders bei den schwierigen Reihen. Hilf deinem Kind, die Aufgaben an Anker zu knüpfen. „7 mal 7 ist 49. Das ist deine Grundaufgabe. Von da aus rechnest du weiter."
Dein Kind kann eine Reihe aufsagen, aber keine Einzelaufgaben lösen. Viele Kinder lernen die Reihen, indem sie sie von vorne aufsagen: 3, 6, 9, 12, 15... Wenn dann jemand fragt „Was ist 3 mal 6?", müssen sie die ganze Reihe von vorne durchgehen. Das ist langsam und fehleranfällig. Besser: Einzelaufgaben gezielt und durcheinander üben, damit dein Kind jede Aufgabe direkt abrufen kann.
Dein Kind frustriert sich. „Ich kann das nicht." „Das ist zu schwer." Solche Sätze hört man oft. Und sie sind verständlich, denn das Einmaleins erfordert Ausdauer. Wichtig: Zeig deinem Kind, was es schon kann. „Schau mal, die 2er, 5er und 10er Reihe kannst du schon perfekt. Das sind schon 30 Aufgaben. Du bist viel weiter, als du denkst." Kleine Erfolge sichtbar machen hilft gegen Frust.
Dein Kind vergisst Aufgaben, die es gestern noch konnte. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Wissen muss mehrfach wiederholt werden, bevor es langfristig sitzt. Wenn dein Kind gestern 7 mal 8 = 56 wusste und heute wieder überlegen muss, heißt das nicht, dass es nichts gelernt hat. Es heißt nur, dass noch ein paar Wiederholungen nötig sind.
Dein Kind rechnet statt abzurufen. Manche Kinder rechnen jede Aufgabe neu aus, statt das Ergebnis abzurufen. 6 mal 4 wird dann zu 6 plus 6 plus 6 plus 6 = 24. Das ist nicht falsch, aber langfristig zu langsam. Die Fachdidaktik spricht hier von fehlender Automatisierung der Basisfakten (vgl. Baroody, 2006). Hier helfen gezielte Schnelligkeitsrunden: „Ich sage die Aufgabe, du sagst so schnell wie möglich die Antwort." Nicht als Druck, sondern als Spiel.
Die Eltern-Perspektive: So unterstützt du richtig
Als Elternteil spielst du beim Einmaleins eine wichtige Rolle. Nicht als Lehrer, sondern als Begleiter und Motivator.
Geduld statt Druck. Das Einmaleins ist Fleißarbeit. Es gibt keine Abkürzung. Dein Kind braucht Wiederholungen, und manchmal viele davon. Wenn du ungeduldig wirst, überträgt sich das auf dein Kind. Bleib gelassen, auch wenn es beim fünften Mal immer noch nicht klappt. Irgendwann klickt es.
Lob statt Kritik. „Super, du hast die ganze 3er Reihe geschafft!" wirkt besser als „Warum weißt du 7 mal 8 immer noch nicht?" Kinder, die sich sicher fühlen, lernen schneller als Kinder, die Angst vor Fehlern haben. Und Fehler gehören dazu. Sie sind keine Schwäche, sondern Teil des Lernprozesses.
Variation statt Monotonie. Immer die gleiche Methode wird langweilig. Wechsle zwischen verschiedenen Übungsformen: mündlich abfragen, zusammen ein Spiel spielen, beim Autofahren Aufgaben stellen, am Wochenende ein Einmaleins-Bingo machen. Je abwechslungsreicher das Üben, desto eher bleibt dein Kind motiviert.
Alltag nutzen. „Wir brauchen 4 Packungen Joghurt mit je 6 Bechern. Wie viele Becher sind das?" Oder: „Der Parkplatz hat 8 Reihen mit je 9 Autos. Wie viele Autos stehen dort?" Solche Alltagsaufgaben zeigen deinem Kind, dass das Einmaleins nicht nur Schulstoff ist, sondern überall vorkommt. Mehr Übungsaufgaben für Klasse 3 findest du in unserem Artikel Mathe Klasse 3: Aufgaben online lösen.
Erfolge sichtbar machen. Führe eine kleine Übersicht, in der dein Kind die Reihen abhaken kann, die es sicher beherrscht. Das gibt ein Erfolgsgefühl und zeigt den Fortschritt. Kinder, die sehen, wie weit sie schon gekommen sind, bleiben motivierter als Kinder, die nur den Berg vor sich sehen.
Auf Cleverano übt dein Kind das Einmaleins mit einem geduldigen KI-Lernbegleiter, der nachfragt, ermutigt und im eigenen Tempo begleitet. Kein Abfragen, sondern echtes Verstehen.
Wann sitzt das Einmaleins wirklich?
Viele Eltern fragen sich: Woran erkenne ich, dass mein Kind das Einmaleins wirklich kann?
Hier ein paar Anhaltspunkte:
- Dein Kind beantwortet die meisten Aufgaben innerhalb von 2 bis 3 Sekunden, ohne laut nachzurechnen.
- Bei den schwierigeren Aufgaben (6er, 7er, 8er Reihe) kann es die Antwort ableiten, auch wenn sie nicht sofort parat ist.
- Dein Kind erkennt Tauschaufgaben: „Das ist ja das Gleiche wie ..."
- Dein Kind kann Geteiltaufgaben lösen, indem es das Einmaleins rückwärts nutzt: „56 geteilt durch 7? Das muss 8 sein, weil 7 mal 8 = 56."
- Dein Kind kann Aufgaben in Sachzusammenhängen lösen: „Wenn jedes Kind 3 Äpfel bekommt und wir 8 Kinder sind, brauchen wir 24 Äpfel."
Perfekte Automatisierung jeder einzelnen Aufgabe ist kein realistisches Ziel für jedes Kind. Manche Aufgaben werden immer einen Moment länger dauern. Solange dein Kind den Denkweg kennt und zuverlässig zum Ergebnis kommt, ist das Einmaleins ausreichend gefestigt, um in Klasse 4 und darüber hinaus damit zu arbeiten.
Weiterführende Themen
Wer das Einmaleins sicher kann, hat eine starke Grundlage. Hier findest du weitere Artikel, die darauf aufbauen:
- Rechnen bis 100: Tipps für Klasse 2
- Mathe Klasse 3: Aufgaben online lösen
- Sachaufgaben Klasse 3: Tipps und Strategien
- Schriftliche Multiplikation Klasse 4 erklärt
- Grundschule online lernen kostenlos
Quellen und weiterführende Informationen
- Kultusministerkonferenz (2022): Bildungsstandards für das Fach Mathematik, Primarbereich. Leitidee „Zahlen und Operationen".
- Baroody, A. J. (2006): Why children have difficulties mastering the basic number combinations and how to help them. Teaching Children Mathematics, 13(1), 22–31.
- Ebbinghaus, H. (1885): Über das Gedächtnis. Untersuchungen zur experimentellen Psychologie. Leipzig: Duncker & Humblot.
- Cepeda, N. J. et al. (2006): Distributed practice in verbal recall tasks: A review and quantitative synthesis. Psychological Bulletin, 132(3), 354–380.
Fazit: Das Einmaleins lernen ist ein Marathon, kein Sprint
Das kleine Einmaleins zu lernen braucht Zeit, Geduld und regelmäßige Wiederholung. Es gibt keinen Trick, der alle 100 Aufgaben über Nacht ins Gedächtnis zaubert. Aber es gibt kluge Strategien, die den Weg deutlich kürzer machen: mit den leichten Reihen anfangen, Tauschaufgaben nutzen, Kernaufgaben als Anker setzen und Eselsbrücken für die schwierigen Aufgaben verwenden.
Das Wichtigste ist deine Haltung als Elternteil. Sei geduldig, feiere die Fortschritte und mach das Üben so abwechslungsreich wie möglich. Dein Kind wird das Einmaleins lernen. Es braucht nur die richtige Begleitung und genug Zeit.
Auf Cleverano übt dein Kind das Einmaleins interaktiv mit einem KI-Lernbegleiter. Der Panda fragt: „Du hast 7 mal 8 gerechnet. Wie bist du auf 56 gekommen?" So lernt dein Kind, das Einmaleins wirklich zu verstehen. Nicht nur auswendig aufsagen, sondern den Denkweg erklären, Zusammenhänge erkennen und Sicherheit aufbauen. Schritt für Schritt, im eigenen Tempo, ohne Druck.
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