Was Nachhilfe in der Grundschule 2026 kostet: die Preisübersicht
Die Kosten für Nachhilfe hängen vor allem davon ab, welches Format du wählst. Hier sind die drei gängigsten Varianten mit ihren typischen Preisspannen.
Einzelnachhilfe (1:1)
Bei der klassischen Einzelnachhilfe kommt eine Lehrkraft zu euch nach Hause oder unterrichtet dein Kind per Videocall. Anbieter wie GoStudent vermitteln solche Einzelstunden.
- Preisspanne: ca. 30 bis 50 Euro pro Stunde
- Vorteile: Volle Aufmerksamkeit für dein Kind, individuelles Tempo, flexible Terminwahl.
- Nachteile: Hohe laufende Kosten, besonders wenn dein Kind mehrmals pro Woche Unterstützung braucht.
Für eine Stunde pro Woche zahlst du also zwischen 120 und 200 Euro im Monat. Bei zwei Stunden pro Woche verdoppelt sich der Betrag.
Gruppennachhilfe (Nachhilfeinstitute)
Anbieter wie Studienkreis oder Schülerhilfe bieten Nachhilfe in kleinen Gruppen an, meist drei bis fünf Kinder pro Lehrkraft. Die Institute haben feste Standorte in vielen deutschen Städten.
- Preisspanne: ca. 120 bis 200 Euro pro Monat (je nach Vertragslaufzeit und Häufigkeit)
- Vorteile: Günstiger als Einzelnachhilfe, feste Strukturen, oft mehrere Fächer abgedeckt.
- Nachteile: Weniger individuelle Betreuung, feste Termine, manchmal lange Vertragslaufzeiten.
Viele Institute bieten Rabatte bei längerer Vertragsbindung. Es lohnt sich, vor dem Abschluss genau zu prüfen, welche Kündigungsfristen gelten.
Online-Plattformen und Lern-Apps
Digitale Angebote sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Plattformen wie sofatutor bieten Lernvideos und Übungen, die dein Kind selbstständig nutzen kann.
- Preisspanne: ca. 13 bis 16 Euro pro Monat (z. B. sofatutor, je nach Abo-Modell)
- Vorteile: Deutlich günstiger als klassische Nachhilfe, flexibel nutzbar, kein Termin nötig.
- Nachteile: Kein individuelles Feedback durch eine Lehrkraft, dein Kind muss sich selbst motivieren können.
Online-Plattformen eignen sich besonders dann, wenn dein Kind punktuelle Wissenslücken hat und nicht regelmäßig intensive Betreuung braucht. Wenn du nach weiteren digitalen Möglichkeiten suchst, findest du in unserem Artikel Grundschule online lernen: kostenlose Angebote eine ausführliche Übersicht.
Preisangaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen (Stand April 2026) und können sich ändern.
Kostenlose Alternativen zur bezahlten Nachhilfe
Nicht immer muss es ein kostenpflichtiges Angebot sein. Gerade in der Grundschule gibt es gute kostenlose Möglichkeiten, mit denen dein Kind üben kann.
Anton App. Die Anton App ist kostenlos und deckt die wichtigsten Fächer der Grundschule ab: Mathe, Deutsch, Sachkunde und mehr. Die Aufgaben orientieren sich am Lehrplan und sind nach Klassenstufen sortiert. Dein Kind kann eigenständig üben, bekommt direktes Feedback und sammelt Belohnungssterne. Die App eignet sich gut als Ergänzung zum Schulunterricht.
Schlaukopf. Schlaukopf bietet kostenlose Multiple-Choice-Fragen für alle Klassenstufen und Fächer. Die Übungen sind einfach aufgebaut und lassen sich schnell zwischendurch bearbeiten. Für gezieltes Üben vor einer Klassenarbeit kann das hilfreich sein, auch wenn die Aufgabenformate eher einfach gehalten sind.
Eltern als Lernbegleiter. Zwei Drittel aller Eltern helfen bereits täglich bei den Hausaufgaben (FiBS/Hurrelmann, 2023). Wenn du dein Kind beim Lernen unterstützt, ist das bereits eine wertvolle Form der Nachhilfe. Dabei kommt es weniger auf perfekte Erklärungen an und mehr auf die richtige Haltung: Fragen stellen statt vorsagen. Wie das konkret funktioniert, erfährst du in unserem Artikel Hausaufgaben ohne Stress: Was Eltern wirklich hilft.
Worauf du bei der Wahl der Nachhilfe achten solltest
Die günstigste Option ist nicht automatisch die beste. Und die teuerste auch nicht. Bevor du dich entscheidest, lohnt es sich, ein paar Fragen ehrlich zu beantworten.
1. Was braucht dein Kind wirklich?
Hat dein Kind eine einzelne Wissenslücke, zum Beispiel beim Einmaleins oder bei Sachaufgaben in Klasse 3? Dann reicht vielleicht eine kostenlose App oder ein paar gezielte Übungsstunden. Sind die Probleme breiter, etwa in mehreren Fächern gleichzeitig, kann eine regelmäßige Begleitung sinnvoller sein.
2. Wie lernt dein Kind am besten?
Manche Kinder brauchen eine Person, die direkt auf sie eingeht und nachfragt. Andere kommen gut allein zurecht, wenn die Aufgaben verständlich aufbereitet sind. Beobachte, ob dein Kind eher von Erklärvideos profitiert, von interaktiven Übungen oder vom persönlichen Gespräch.
3. Wie steht es um die Motivation?
Wenn dein Kind bereits frustriert ist und die Schule als belastend empfindet, hilft eine weitere Stunde Frontalunterricht am Nachmittag wahrscheinlich wenig. In solchen Fällen kann ein Ansatz, der auf Fragen statt auf Erklären setzt, den Unterschied machen. Denn Kinder lernen mehr, wenn sie selbst formulieren, was sie verstanden haben (Chi et al., 1994). Wenn schlechte Noten in der Grundschule zum Dauerthema werden, lohnt sich ein genauer Blick auf die Ursachen.
4. Was kannst du dir leisten?
Rechne realistisch. 30 Euro pro Stunde klingen machbar, aber bei zwei Stunden pro Woche über ein Schuljahr hinweg sind das über 2.400 Euro. Prüfe, ob dein Bundesland oder deine Kommune Bildungsgutscheine anbietet. Kinder aus Familien mit Anspruch auf Bürgergeld oder Kinderzuschlag haben über das Bildungs- und Teilhabepaket unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf kostenlose Lernförderung.
5. Gibt es Vertragsfallen?
Achte bei Nachhilfeinstituten auf die Vertragslaufzeit, Kündigungsfristen und eventuelle Zusatzkosten für Material. Viele Anbieter locken mit günstigen Einstiegspreisen, die sich nach der Probezeit deutlich erhöhen. Lies das Kleingedruckte, bevor du unterschreibst.
Nachhilfe Kosten sparen: digitale Lernbegleitung als Alternative
Zwischen teurer Einzelnachhilfe und kostenlosen Übungs-Apps gibt es einen dritten Weg: digitale Lernbegleitung, die dein Kind nicht nur Aufgaben lösen lässt, sondern aktiv zum Mitdenken anregt.
Klassische Nachhilfe erklärt. Kostenlose Apps lassen dein Kind klicken und tippen. Aber echtes Verstehen entsteht, wenn ein Kind seinen eigenen Denkweg beschreiben kann. Die Forschung zum Selbsterklärungseffekt (Chi et al., 1994) zeigt genau das: Kinder, die selbst formulieren, was sie tun und warum, lernen deutlich nachhaltiger.
Genau diesen Ansatz verfolgt Cleverano. Die KI-gestützte Lernbegleitung für Grundschulkinder setzt auf den sokratischen Dialog. Der Cleverano-Panda fragt dein Kind: „Wie bist du auf dieses Ergebnis gekommen?" oder „Was könntest du als Nächstes ausprobieren?" Statt Lösungen vorzugeben, führt er durch gezielte Fragen zum eigenständigen Denken.
Für Familien, die nach einer günstigen Online-Nachhilfe für die Grundschule suchen, kann das eine echte Alternative sein. Dein Kind lernt nicht nur den Stoff, sondern auch, wie es sich selbst helfen kann. Und du musst nicht jeden Nachmittag daneben sitzen.
Mit Cleverano Nachhilfekosten neu denken
Cleverano entwickelt eine Lernbegleitung, die Grundschulkindern hilft, Aufgaben selbstständig zu durchdenken. Kein Vorsagen, kein passives Zuschauen. Der Panda fragt, das Kind denkt. So bleibt Gelerntes wirklich hängen, zu einem Bruchteil klassischer Nachhilfekosten.
Lernbegleitung, die Kinder stärkt
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