Für zu Hause · Klasse 2 bis 6
Wie viel Hilfe ist beim Üben richtig?
Hilfe beim Üben hat zwei Fehlerrichtungen. Kommt sie zu früh, übernimmt sie den Denkschritt, um den es eigentlich ging — das Kind kommt weiter, hat aber nichts gelernt. Kommt sie zu spät, bleibt nur die Erfahrung, es nicht gekonnt zu haben. Gestufte Hilfe umgeht beides, indem sie nicht eine Entscheidung trifft, sondern mehrere: Sie beginnt mit dem kleinstmöglichen Hinweis und wird erst dann deutlicher, wenn der vorherige Schritt nicht gereicht hat.
Die drei Stufen
Stufe eins ist ein Impuls: Er zeigt die Stelle, die noch Aufmerksamkeit braucht, ohne den Buchstaben zu nennen. Für viele Kinder reicht das bereits, weil sie die Regel kennen und nur hingeschaut haben, wo sie nicht hätten hinschauen müssen.
Stufe zwei ist eine Stützhilfe. Sie führt näher heran, etwa auf die Regel, die an dieser Stelle gilt — nimmt die Antwort aber nicht vorweg.
Stufe drei zeigt das richtige Wort mit einer ruhigen Erklärung. Danach schreibt das Kind das Wort selbst noch einmal. Der letzte Schritt bleibt also auch dann beim Kind, wenn die Lösung schon gefallen ist.
Worauf sich das stützt
Die Pädagogik von Cleverano stützt sich auf 30 Veröffentlichungen in sechs Themenblöcken. Sie sind einzeln benannt, mit Autor beziehungsweise Herausgeber, Jahr, Titel und, wo vorhanden, der Fundstelle.
Zu jedem Werk steht dort kurz, was Cleverano konkret daraus ableitet — nicht nur, dass es zitiert wird.
Was Sie dabei tun
Dieselbe Abstufung können Sie übernehmen, wenn Ihr Kind Sie um Hilfe bittet: erst fragen, wo es genau hakt, dann auf die Regel zeigen, und die Lösung zuletzt. Das Dashboard zeigt Ihnen anschließend, woran Ihr Kind gerade arbeitet — Sie können also nachfragen, ohne beim Üben danebengesessen zu haben.

Die gestufte Hilfe selbst ausprobieren
Die Demo öffnet sich ohne Anmeldung, ohne Konto und ohne Zahlungsdaten.